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David 11/11/09
Habari za kazi? Hallo ihr, wollten uns auch mal außerhalb des Tansania-Lexikons mal melden.
Vorweg, uns geht es sehr gut.
Wir merken, wie wir uns richtig eingelebt haben und auch wohl fühlen. In den ersten Wochen war manches noch komisch und ungewohnt und so langsam findet man sich richtig in Leben und Arbeit ein und bekommt Kontakte zu den Einheimischen.
Wir fühlen uns wohl hier in unserem Haus und um die langen Wege ein bisschen kürzer zu machen haben wir uns, wie bereits berichtet, Fahrräder gekauft, die sehr praktisch sind, auch wenn wir sie jetzt immer den Berg hochschieben müssen.
Die Arbeit läuft auch gut, man hat sich an das Unterrichten gewöhnt und es macht auch Spaß. Wir haben insgesamt vier Kurse, anfangs habe ich alle unterrichtet und Tommy hat jetzt auch einen Kurs übernommen. Die Studenten sind auf unterschiedlichen Niveaus und werden dementsprechend unterrichtet, in schön kleinen Gruppen von zehn bis 15 Leuten, so dass man einen Großteil gut einbinden kann. Ab dieser Woche sollen nun auch Computerkurse mit Studenten und anderen Leuten stattfinden, wir sind gespannt was das gibt, die Realität hinkt in Tansania nämlich manchmal den Plänen hinterher.
Das Lebensgefühl ist hier insgesamt anders, eigentlich so ziemlich genau wie man es sich vorstellt, einfach ruhiger und unzuverlässiger und unpünktlicher. Wir haben uns aber schnell dran gewöhnt und gehen diesen Rhythmus mit, ist ganz schön, auch mal ohne schlechtes Gewissen zu spät kommen zu können…
Wir haben uns einem Fußballteam angeschlossen! Wir haben einen Bekannten gefragt, ob wer Fußball spielen würde und er führte uns direkt zu seinem Lieblingsteam der hiesigen kleinen Liga und wir konnten uns anmelden und sind nun spielberechtigt, auch wenn wir das erste Spiel komplett auf der Bank verbringen durften. Das Spielen mit den Tansaniern macht großen Spaß und ist auch etwa auf unserem Niveau und man kommt sofort viel besser mit den Leuten hier in Kontakt. Die trainieren jeden Tag hier, wir sind aber nicht immer dabei und momentan läuft die Liga mit ihren sechs Mannschaften und alle zwei Tage ist ein Spiel. Das sollte man mal den deutschen Bundesligaprofis erzählen…
Aufgrund der kurzen Saison von etwa zwei Wochen ist das aber noch alles machbar, das Siegerteam bekommt eine Kuh. Werden uns im Lexikon sicherlich nochmal länger über diese spannende Episode unseres Aufenthaltes hier auslassen, unseren bisherigen Stadionbesuchen mit sicherlich 500 Zuschauern und Platzstürmung, groben Fouls und großen Versprechen, in der Startelf zu stehen.
Momentan sind wir hier in Kasulu wohl nahezu die einzigen Weißen, doch in wenigen Wochen zieht eine Missionarin unserer Missionsgesellschaft auch auf das Bischofsgelände, wo auch wir wohnen und dann irgendwann wohl auch noch ein amerikanisches Ehepaar.
Weiße sind hier ein sehr ungewöhnliches Bild, so dass wir, wohin wir auch kommen meist von einer mehr oder minder großen Meute von „Mzungu“-schreienden Kindern umgeben sind (auch darüber berichteten wir bereits) und generell viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Wird seltsam sein, nach Deutschland zurück zu kehren und von keinem Schwein beachtet zu werden… 
Im Dezember sind große Ferien, wir planen dann mit den anderen drei Kurzzeitlern aus Kigoma und Shunga eine Safari, erst nach Osten in die Hauptstadt Dar es Salaam und dann in den Norden in die Serengeti, juchu. Wird bestimmt eine tolle Sache und so bekommen wir dann auch mal das Land zu sehen, auch wenn es lange Touren in Zug und Bus erfordern wird.
Freuen uns jedenfalls auf dieses Großereignis, das sicherlich ein Höhepunkt unseres Aufenthaltes sein wird.
Ansonsten macht uns auch der Rest hier momentan Spaß, auch wenn wir arbeitsmäßig ein bisschen ausgelaster sein könnten als zur Zeit…
Insgesamt sind wir sehr dankabr und spüren die Gnade unseres großen Gottes, der seine schützende Hand über uns hält und uns in Allem wunderbar versorgt.
Wofür ihr Gott danken könnt:
<!–dass wir Freunde hier gefunden haben und allgemein einen guten Draht zu den Einheimischen haben
<!–dass sich die Tansanier sehr gut um uns kümmern und auch gut auf uns aufpassen 
<!–dass wir uns gut eingelebt haben und uns an die neuen Umstände gewöhnen konnten
<!–dass der Unterricht und die Verständigung gut klappen
<!–dass wir bisher von jeglichen ernsthaften Krankheiten und Verletzungen, die über Durchfall und Schürfwunden hinaus gehen, verschont wurden, auch die gefürchtete Malaria ist nicht in Sicht
<!–dass wir die viele Freizeit gut für uns nutzen können und momentan eigentlich keine Langeweile aufkommt
<!–dass Gott so viele Gebete erhört hat
Es ist einfach schön, zu wissen, dass so viele für uns beten und ich bin sicher, dass die Gebete uns eine große Hilfe sind.
Bitten könnt ihr für:
<!–die immer noch etwas unklare Arbeitssituation, besonders für Tommy, der über sein endgültiges genaues Arbeitsfeld immer noch ziemlich im Unklaren ist
(kleine Erklärung dazu: Chef sitzt in Dar es Salaam fest, weil der Bus nicht fährt)
<!–unsere Motivation bezüglich der Arbeit und Unterrichtsvorbereitung, dass sie weiterhin hoch bleibt und wir nicht die Lust daran verlieren
<!–Bewahrung
<!–die Möglichkeiten, den Menschen hier ein Zeugnis zu sein, sowohl denen die bereits Christen sind, als auch anderen, wir haben einige Muslime in unserem Fußballteam
<!–Weisheit in allen Situationen, richtig zu reagieren zu können, richtig auf die Tansanier mit ihrer so anderen Denk- und Lebensweise eingehen zu können
<!–eine weiterhin gute Beziehung zu Gott
Fürs erste war es das von mir (uns), werden bald mal wieder Artikel ins Lexikon einstellen. Freuen uns auch über Rückmeldungen, Nachfragen, Mails usw.!!!
Liebe Grüße von David
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