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Thomas+David Februar 2010
Thomas und David melden sich auf ihrem Blog!
DAMALS…
sagte man uns, dass man in Tansania NIEMALS mit der linken Hand jemanden begrüßen oder essen dürfte. Das Toilettenpapier ist hier nämlich rar (und überdies sehr dünn) und darum wischen sich die meisten Tansanier den Allerwertesten auf der Toilette einfach per Hand ab. Zwar wird diese danach gespült, aber nicht allzu gründlich und darum ist die Linke in Tansania eine Abwischhand, die sonst selten eingesetzt wird.
Nun kamen wir nach Tansania und mussten schon bald voller Entsetzen feststellen: Auch hier hat die linke Hand beim Essen Eingang gefunden, die Moderne macht also vor wirklich nichts mehr Halt. Was wir uns nun fragen ist, ob die Methode des Händewaschens nun auch auf den aktuell westlichen Stand gebracht wurde oder ob man sich weiter mit einem flüchtigen Wasserguss begnügt – dann wollen wir nämlich hoffen, dass man bei der Begrüßung auf der guten, alten, angestammten Rechten bleibt.
Ein Hoch auf die deutsche Stromversorgung!!
Leute, ich bitte euch: Regt euch NIE wieder über euren örtlichen Energieversorger auf. Und JA, die hohen Preise sind gerechtfertigt!
Hier im College hat der Generator am Wochenende mal wieder ganze Arbeit geleistet!
Mit einer Überdosis von 300 Volt hat er uns sowohl den Spannungsregulierer, als auch die Stromzufuhr für sechs PC’s kaputtgeschossen.
Große Klasse, jetzt arbeite ich nur noch mit 4 PC’s (aber teilweise 9 Schülern) und warte auf Ersatzteile aus der Hauptstadt…
Da kann man nur “Pole!” sagen, was keine Beleididung darstellt, sondern einfach soviel wie “Pech gehabt” oder “Sorry” heisst…
Soviel zum Thema Strom…
dü dü düüüü
Hallo ins verschneite Deutschland!
Während ich das hier schreibe, sitze ich im finsteren Computerraum, draußen gewittert es und ich muss den Unterricht abbrechen, weil die Tansanier Angst um ihr System haben. Der Generator hat keinen Sprit, die Solarbatterien sind alle… Ein normaler Arbeitstag. 
Ansonsten könnte sich, nach einer eher ruhigen Zeit, jetzt sowas wie Stress einstellen.
David unterrichtet Englisch und Sozialarbeit und betreut noch eine Gruppe „sozial schwacher“ Jugendlicher, die größtenteils nur Grundschulabschluss haben.
Primary School ist hier nämlich vom Staat finanziert, die Secondary School kostet Geld, was viele Eltern nicht zahlen können. Die Sozialarbeitsklasse ist nötig, damit die Bibelschüler auch in seiner Abwesenheit soziale Projekte starten können.
Bei mir ist alles noch ein bisschen chaotisch… Unterrichte weiterhin nur Computer, das aber in vier verschiedenen Klassen jeden Tag. Planmäßig. Immer von 12-4 Uhr. Leider bedeutet das: Kein Mittagessen für mich! L Aber wir kochen dann abends meistens warm, daher lässt es sich aushalten. David ist dabei meistens für die Feinmotorik zuständig (dosieren, mixen, braten, kochen), während ich mich für das Grobe bereit halte (Kartoffeln schälen, Tomaten schneiden etc.).
Wenn alle Stricke reissen, ist auch noch Ersatz-Mama Andrea (Missionarin der NM) in der Nähe, die dann immer wieder mal was für uns aus dem Hut zaubert.
An den nächsten Wochenenden wollen wir nochmal in Kigoma und Shunga vorbeischauen (Davids Verabschiedungstour), dann geht’s für David auch schon fast wieder nach Hause.
So, das wars erstmal wieder…
ÜBRIGENS:
Man kann uns (wenn unser Handynetz nicht down ist) für 14 Cent/Minute aus Deutschland anrufen. Wie das geht?
1. Ihr wählt: 01805051078
2. dann kommt eine stimme die sagt irgendwas von 14 cent und dass ihr die nummer eingeben sollt.
3. dann +255684781934 (ich) oder dasselbe mit der 5 am Ende für David.
Viele Grüße,
Tommy
4.2.10 12:55,
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