Slawa 15/5/2010

Dank

- Habe meine erste Malaria überstanden und bin nun wieder fit.

- Am 1.6. were ich meine Stadt Kigoma verlassen haben. Wenn ich zurückschaue, ist die Zeit sehr schnell an mir vorbei geflogen. Blättere ich aber in meinen Tagebucheinträgen, merke ich, wie viele Dinge ich hier gemacht habe. Besonders betroffen bin ich von der Armut, die ich hier erlebt habe. Sie erfasst ALLE Lebensbereiche, was mir aber erst im Laufe der Monate immer mehr auffiel. Für die Einblicke bin ich sehr dankbar. Wie werde ich die Eindrücke in Deutschland einsortieren?

Auch das Lehrerdasein war immer von wechselhaften Erfahrungen geprägt. Insgesamt lief es aber ganz gut für mich. Die Schüler waren aber sehr herausgefordert, da ich nur Englisch und eben kein Kisuaheli gesprochen habe.

- An dieser Stelle auch ein herzliches Dankeschön an alle Beter Gott hat mich immer wieder beschützt und gesegnet. Und auch vor vielem bewahrt. Danke!

 

Fürbitte

- Wenn ich in Deutschland ankomme, wird sich vieles verändert haben. Vor allem aber ich. Bete bitte dafür, dass ich mich wieder gut einlebe und der Kulturschock nicht zu groß wird, wenn ich wieder wie die Made im Speck lebe… (also einfach als Otto-Normal-Bürger in einem Land der 1. Welt mit ständigem Strom, vielem Essen und so).

- Ich verlasse die Schule zum Halbjahr. Mitte Juli geht es für die Schüler weiter. Bete bitte für gute Lehrer und effektive Strukturen. Wie die Tansanier das machen sollen, weiß keiner, denn die schlimmste Krankheit hier ist Ignoranz. Das habe ich in 1.000 Varianten und in allen Schichten erlebt. Vieles interessiert die Leute einfach nicht… egal wie wichtig es ist.


Herzliche Grüße aus Tansania

Slawa

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