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Hanna 6/7/09
Hmmm… Ich sitze gerade in meinem Zimmer und überlege, was dich wohl interessieren könnte. In 4 ½ Wochen bin ich bereits in Tansania, rechnerisch ist mir das voll bewusst, ansonsten ist das ganze noch etwas unwirklich: Auf einmal geht alles so schnell! Im
Moment stecke ich so tief in allen Vorbereitungen, dass ich mir über das, was mich in Afrika erwartet, noch gar nicht so wahnsinnig viele Gedanken machen konnte…. Ich werde wohl etwas ins kalte Waser springen, aber das kenne ich ja schon ein wenig von meinem Kanada-Jahr ;).
Was habe ich eigentlich vor?
Seit Jahren schon zieht es mich nach Afrika, keine Ahnung warum, aber ich will da hin ! Mein Traum war es immer dort für etwas länger hinzugehen, Land und Leute kennen zu lernen und wenn irgendwie möglich auch zu helfen. Als ich davon hörte, dass man als freiwilliger Helfer ein Jahr in Entwicklungsländern (ein sog. freiwilliges soziales Jahr, FSJ) machen kann, bekam ich natürlich ganz lange Ohren ^^. Ich hab mich an mehreren Stellen beworben – u.a. bei der Neukirchener Mission: Hier war eine Stelle in Musoma zu besetzen, einer Kleinstadt in Tansania, direkt am Viktoriasee, die mir auf Anhieb gefallen hat.
Ich hab dann sehr viel gebetet und mit Leuten darüber geredet, und immer mehr reifte in mir der Entschluss: Ja, da will ich hin !
Joa, und so verlasse ich also am 25. Juli 2009 meine traute Heimat für ein Jahr und fliege Richtung Afrika!! *YEEHAW!* ![]()
Was wird mich da erwarten?
Erst mal ein mir völlig fremdes Land! Die Tansanier haben ihre ganz eigene Kultur und Sprache: : Ich hab angefangen, Swahili zu lernen….ist eine ziemliche Herausforderung ^^.
An das Klima und den dort üblichen Lebensstandard werde ich mich natürlich auch erst mal gewöhnen müssen. Wohnen werde ich bei Sarah und Samuel Mpanilehi, einem tansanischen Ehepaar. Sie haben das Aids-Waisen-Projekt “FORM” gegründet, in dem ich mitarbeiten werde. Ich werd mir ein Zimmer mit Andrea teilen, einer Abiturientin aus Augsburg, mit der ich auch schon
einige Male telefoniert hab (macht einen super netten Eindruck ).
Was vorab noch ansteht:
- Swahili lernen – so viel wie geht + so schnell wie’s geht
- Alle möglichen Vorbereitungen (innerlich wie „äußerlich“)
Vor Ort (dann ab 25. Juli):
- Gutes Einleben und ganz viel Anpassungsfähigkeit
- Möglichst wenig Krankheiten ![]()
- Eine gute Freundschaft mit meiner Mit-FSJ-lerin Andrea: werden wahrscheinlich viele Aufgaben gemeinsam bewältigen und auch vielen Herausforderung gemeinsam ins Auge sehen – z.B. uns ein winziges Bad zu teilen, das zwar ein Stehklo mit Dusche, aber
nur etwa alle 5 Tage fließendes Wasser hat (keine Angst, es gibt ja Wasser-Container und Eimer….wir werden also nicht als Stinkbomben wieder kommen ^^ :P).
Das Projekt, in dem ich mitarbeiten werde nennt sich “Faraja Orphans Rescue Ministry” (FORM) und kümmert sich um knapp 50 Waisen und Halbwaisen, die bei Verwandten oder in Pflegefamilien untergebracht sind. Es bietet u.a. eine Art Vorschule an, für die Kinder des Projekts, aber auch für andere Kinder, die dann ein kleines Schulgeld zahlen, was dem Projekt ein paar Einkünfte sichert. In Tansania ist es absolut üblich schon 3-6-Jährigen Unterricht in Lesen, Schreiben, Mathe und Englisch zu geben. Und genau das wird meine, bzw. unsere, Hauptaufgabe sein. Samstags werden Andrea und ich dann ein Freizeitprogramm für die Kinder gestalten, mit Spielen und Spaß und immer einer biblischen Geschichte mit dabei.
Wenn du mehr über das Projekt wissen willst, kannst du einfach meine nächsten Rundbriefe lesen ^^ oder auch mal die Website von FORM besuchen: www.form-tz.org. Die gibt’s leider nur auf Englisch…
Noch Fragen?
Wenn ich irgendeine Frage, die dir noch im Kopf rumschwirren sollte nicht beantwortet habe, schreib mir einfach einen Kommentar – ich freu mich immer über neugierige Menschen, die mich über mein kleines Afrika-Abenteuer ausquetschen wollen ^^ (bin nämlich selber einer :P).
Solange ich noch in Deutschland bin, kommt auch garantiert recht bald ne Antwort….sobald ich dann auf afrikanischem Boden bin, könnte das etwas schwieriger werden: Meine Internetverbindung da ist wohl nicht die schnellste
– und ich weiß auch noch nicht wie viel Zeit ich da zum Schreiben finden werde…. Also bitte nimm es mir nicht übel, wenn du etwas auf eine Antwort warten musst.
Mal ganz davon abgesehen, dass du mich immer mit Fragen und netten Mitteilungen überhäufen kannst so viel du magst ^^, kannst du auch noch anders aktiv werden.
Ich weiß nicht wie du zum Thema Gott und dem Glauben an ihn stehst, aber wenn dir das auch wichtig ist, würde es mir echt viel bedeuten, wenn du für mich beten würdest. Gott ist immer nur ein Gebet von uns entfernt und gleichzeitig die größte Kraft im Universum! Wenn ich also wissen darf, dass es wunderbare Menschen in Deutschland gibt, denen an mir liegt und die für mich beten, wird das unwahrscheinlich gut tun so weit weg…
Und natürlich freue ich mich auch über Spenden. Immerhin fliege ich da hin, wo finanzielle Mittel eigentlich immer knapp sind,
wenn du also gerne hin und wieder etwas an FORM spenden möchtest, bist du immer mehr als herzlich Willkommen :o)! Wofür genau dringend Geld gebraucht wird, kannst du dann aus meinen Briefen erfahren.
So, mehr fällt mir jetzt auch nicht ein…
Ich hoffe mal, ich hab deine Neugier ein bisschen geweckt und freu mich voll, dir bald „richtige“, authentische Nachrichten aus Afrika schicken zu können!!
Bis dahin alles Gute und Ubarikiwe (Swahili für „Du seist gesegnet“)!
Deine Hanna :o)
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