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Thomas und David 30/09/09
Was Thomas und David so alles in ihren Blog gesetzt haben, seit sie vor einer Woche in Tansania gelandet sind:
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Huambo! So will mich mal wieder melden. Sitze hier im Internetcafe in Kasulu. Das ist der Ort, an dem Tommy und ich unterrichten werden. Dorthin sind wir heute mit Andrea gefahren, 2-3 Stunden, viel ueber holperige Sandpisten. Man wird ganz schoen durchgeruettelt, aber man gewoehnt sich daran. Und es gibt ganzschoen viel zu beobachten. Bis zum Erbrechen vollgestopfte Dalla-Dallas zum Beispiel, das sind Kleinbusse, die zwischen den Staedten hin und her fahren. Da werden schonmal bis zu 20 Leute reingestopft, Willy, einer der beiden FSJler in Kigoma, hat schon einmal drei Stunden im 90 Grad-Winkel gebueckt stehend verbracht - ein Erlebnis der besonderen Art. Auf den Strassen ist immer viel los, hauptsaechlich Fussgaenger und Radfahrer. Unglaublich, was die Radfahrer fuer Lasten auf ihren Gepaecktraeger laden, da braeuchte man in Deutschland vermutlich schon einen Gabelstapler fuer. Und die Frauen koennen sich riesige, sperrige, schwere Lasten auf den Kopf packen und balancieren diese dann munter die Strasse lang, ohne irgendwelche Probleme. Wir haben in einigen Doerfern entlang der Strasse angehalten, weil Andrea, die Missionarin, die uns hier begleitet und einfuehrt, Sachen abklaeren musste. Auf dem Dorf ist alles noch wesentlich primitiver als in der Stadt, wo es doch schon viele westliche Produkte gibt. Und so liefen dann in jedem Dorf die Kinder zusammen um uns mit offenen Muendern zu bestaunen. Sie hatten wohl teilweise noch nie Weisse gesehen und als Tommy ihnen ein Foto zeigte, dass er von ihnen gemacht hatte, verstanden sie nicht, dass sie dort abgebildet waren - sie hatten sich schlicht noch nie im Leben selber gesehen. Eine Besonderheit muss man dann noch erwaehnen - wir haben in Kigoma Heinz-Ketchup gefunden! Unfassbar, haben wir natuerlich sofort gekauft (kostete knapp drei Euro). Und heute abend gibt es dann Hot-Dogs! Gestern waren wir noch einmal am Strand. Leute, vergesst das Mittelmeer, vergesst die Karibik, kommt nach Kigoma! Da ist wirklich ein Traumstrand, klein aber fein, man ist dort so ziemlich alleine, wunderbarer Sand und klares Wasser. Kein ekeliges Salzwasser, schliesslich baden wir an einem See. Hat echt Spass geacht, wir fuenf (Willy und Slawa dort aus Kigoma, Jonathan, der ins Dorf Shunga gehen wird und wir beide) verstehen uns echt super. Und Andrea, die Missionarin ist echt der Hammer. Kommt super da in Afrika zurecht und ist immer fuer uns da, beantwortet zahllose Fragen und hilft uns bei unseren Besorgungen. Ist wirklich eine perfekte Betreeung fuer den Anfang. Koennen Gott wirklich sehr dankbar sein, dass wir sie haben, weiss gar nicht, wie wir uns sonst zurechtfinden sollten. Bevor ich schliesse, hier noch ein paar Gebetsanliegen: Die Leute in Kasulu scheinen echt nett zu sein, betet bitte fuer einen richtig guten Auftakt und eine gute Eingewoehnung. Vor allem auch, dass wir die Sprache gut lernen, viele Menschen sprechen nur Kisuaheli und darum ist es sehr wichtig, dass wir damit auch zurechtkommen. Ein paar Sachen haben wir hier schon gelernt, hoffen, dass es schnell weitergeht. Betet bitte auch, dass die Umstellung einfach gut klappt, auch was das Essen usw. angeht, wir hatten teilweise schon etwas Magenprobleme. Und dass wir hier wirklich eine Hilfe sein koennen und keine Last sind. Wir haben aber auch megaviel zu danken, schliesslich sind unsere Koffer endlich heil hier angekommen, die Leute sind einfach nett und bisher gefaellt uns Tansania wirklich gut. Unser Haus wird recht gross sein und die Umgebung ist sehr schoen. Also, bitte betet fuer uns, freuen uns generell auch sehr ueber Nachrichten, Mails und Rueckmeldungen usw. Schoene Gruesse von David. P.S.: Das Internet ist hier megalahm, mit Fotos hochladen sieht es erstmal wohl eher mau aus, hoffentlich koennen wir hier regelmaessig Eintraege machen. |
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und Guten Morgen aus Kigoma! Wird ja Zeit, dass ich mich auch mal hier melde. Puh, die ersten zwei Tage waren schon so ereignisreich, dass ich gar nicht weiss, wo ich anfangen soll. Also gibt’s nur das Wichtigste in Kürze: Wir (David, Jonathan und ich) flogen Samstag, 15:30 Uhr von Frankfurt nach Kairo. Besonderheiten blieben eigentlich aus. Ausser dass ich bei einem kurzen Nickerchen von einem Becher Sprite geweckt wurde, den David mir über die Hose gekippt hat. Der Anflug auf Kairo bei Nacht (bzw. abends halb 8 bei totaler Finsternis) war ne ziemlich coole Angelegenheit. David hat seinen ersten Flug auf jeden Fall gut hinter sich gebracht. Anschließend ging es mit 90minütiger Verspätung weiter nach Dar es Salaam. Von dem Flug hab ich nicht viel mitbekommen, da der Flieger halb leer war und so jeder auf drei Sitzen lag und schlief. Erst bei Tanga bin ich wieder aufgewacht und zusammen haben wir einen genialen Sonnenaufgang erlebt. In Dar haben wir uns die ersten Scheinstapel in der Landeswährung TSh und Handykarten geholt, bevor es über Tabora nach Kigoma gehen sollte. Die Zwischenlandung in Tabora gestaltete sich doch etwas länger, mit dem Ergebnis, dass unser gesamtes Gepäck ausgeräumt wurde. Der Pilot erzählte dann, die Temperatur währe draußen überraschend stark gestiegen und wir wären jetzt zu schwer. Klasse! Also kamen wir ohne unsere 6 Koffer in Kigoma an und wurden herzlich begrüßt. Der Tag wurde am Strand verbracht (traumhaft), im Hoteli (Restaurant) und in der Stadt. Die Straßen sind total buckelig aber Andrea hat nen jeepartiges Auto (Toyota Tanzania) und fährt einfach locker drüber. Die Nacht verbrachten wir dann in der Wohnung von Slawa und Willy. Die erste Nacht unter Moskitonetzen war ganz gut! Wenn allerdings um Mitternacht nebenan noch der Hahn kräht (Fenster sind immer alle auf), ist das schon komisch. Die Temperaturen betragen hier so 30 Grad, nachts vielleicht 25 Grad. Heute mittag versuchen wir, unser Gepäck zu bekommen. Bis Mittwoch bleiben wir noch hier in Kigoma, dann geht’s nach Kasulu (unser Einsatzort).
Schöne Grüße, euer Thomasi
Puh, das Leben hier ist schon ein klein wenig anders als man das so kennt. Gestern und heute haben wir in einem „hoteli“ gespeist, so nennt man die Restaurants hier. Man hat hier Reis (wali) und Maisbrei (ugali), dazu Rind (n’gombe), Hühnchen (kuku) und Fisch oder Bohnen zur Auswahl. Die hotelis sind auch eher klein, mit vielleicht so 10 Plätzen. Auch wenn es Besteck gibt, isst man normalerweise hier mit den Händen – was schnell meine ureigensten männlichen Instinkte weckte. Zur Beruhigung unserer weiblichen Leserinnen sei hier gesagt, dass man sich hier sowohl vor als auch nach dem Essen die Hände wäscht. Macht insgesamt ziemlich Spaß, denke so schöne Sachen könnten wir durchaus auch nach Deutschland importieren. Und das lästige Besteckabwaschen kann man sich dann auch sparen. Naja, nachdem wir gestern wirklich excellent gegessen hatten, zahlten wir zusammen mit Nachtisch und zu trinken ungefähr zwei Euro pro Person. Frage mich angesichts solcher Preise, ob ich unter 90 Kilo wieder nach Hause komme. So, wir wollen jetzt aufbrechen, von unserem ersten Marktbesuch und dem Kauf unserer Sandalen und der wunderschönen neuen Secondhandt-shirts berichten wir dann mal später (kann man auch auf einem der Fotos sehen, die Tommy im StudiVZ hochgeladen hat). Unsere Koffer sind übrigens heute auch noch nicht angekommen. Morgen ist eine neue Chance. Auf bald, hier ist die Stimmung gut, fahren jetzt zum Internetcafe und dann auf einen anderen Markt.
David |
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